TGIF – Wie du wirklich am Wochenende abschalten kannst. 
Abschalten

TGIF – Wie du wirklich am Wochenende abschalten kannst. 

Thank god it’s Friday! Die Woche ist überstanden und jetzt ab ins wohlverdiente Wochenende. Füße hochlegen, den Hobbys nachgehen, einfach mal nichts tun und so richtig abschalten. Passiert es dir allerdings auch immer wieder, dass die Realität dann doch ganz anders aussieht? Wäsche waschen, Kochen, Aufräumen, das Auto putzen… Wie dein Wochenende wirklich zur maximalen Erholung wird erfährst du in diesem Beitrag.

 

Auch Freizeitstress ist nicht erholsam.

Du hast dich mit Freunden und Familie verabredet, wolltest unbedingt die neue Laufstrecke ausprobieren, hast alles eingekauft um den tollen Rhabarberkuchen deiner Kollegin nachzubacken und das Buch, dass du zum Geburtstag bekommen hast, wolltest du auch endlich mal lesen. Jedes dieser Vorhaben macht dich glücklich und bereitet dir Spaß. Musst du jedoch alles am selben Wochenende unter bringen, artet das Ganze schnell in Freizeitstress aus. Aber wieso machen wir das überhaupt? 

Ein Wort: FOMO (fear of missing out). Oder auf deutsch: die Angst etwas zu verpassen. Diese Angst, von etwas ausgeschlossen zu sein oder etwas zu erleben, das viel weniger Spaß bietet, als das, was Freunde erlebt haben, ist bis zu einem gewissen Grad ganz natürlich. Das ständige online sein in sozialen Netzwerken, kann diese FOMO allerdings stark begünstigen, da wir ständig mit hunderten von Reizen und möglichen Aktivitäten konfrontiert werden. Da kann das Gefühl, nicht mithalten zu können, schnell zum Begleiter werden.

Auch die Angst zu wenig Zeit zu haben (auch Chronophobie genannt) steht einem entspannten Wochenende oft entgegen. Betroffene befürchten, dass die Zeit zu schnell vergeht, dass man die Zeit nicht aufhalten kann, oder dass sie, wie Sand in der Sanduhr, zwischen den Fingern vergeht. Deshalb quetschen wir lieber alles mögliche in unsere zwei freien Tage.

Die Corona-Krise hat unsere schnelllebige Welt sehr entschleunigt und zwingt uns alle dazu, mal so richtig auf die Bremse zu treten. Unsere Freizeitaktivitäten leiden enorm darunter, da vieles aktuell einfach nicht möglich ist. Sportvereine und Fitnessstudios, Restaurants, Theater oder Kinos. Alle Türen sind geschlossen. Und niemand weiß genau, wann die ersehnte Normalität wieder einkehren wird. Umso wichtiger ist es allerdings genau jetzt, das Wochenende richtig zu nutzen. Und wahrscheinlich fällt es dir sogar leichter, am Wochenende mal komplett abzuschalten, da es nicht wirklich etwas gibt, das du verpassen könntest…

Deshalb hier ein paar Tipps, die dein Wochenende extra erholsam machen:

Das schöne Wetter genießen. 

Es wird langsam aber sicher wärmer und die Sonne lässt sich immer öfter blicken. Gehe raus und genieße das schöne Wetter. Tanke Vitamin D und atme die frische Luft bei einem Spaziergang ein. Vitamin D spielt eine essenzielle Rolle bei unserer Serotonin- und Dopaminproduktion. Diese beiden Botenstoffe sind für unseren Antrieb und Tatendrang, unsere Gelassenheit, Harmonie und Zufriedenheit zuständig und führen im Großen und Ganzen dazu, dass wir glücklicher sind. Außerdem bewirkt die frische Luft eine bessere Sauerstoffversorgung unserer Muskeln und des Gehirns. Die folglich bessere Durchblutung der Lunge trainiert gleichzeitig unser Immunsystem.

 

Beschäftigung für die Kinder. 

Hast du Kinder, aber weißt nicht, wie du sie am Wochenende beschäftigen sollst, damit du selbst mal abschalten kannst? Die Plattform Labbe ist ein online-Magazin voll mit tollen Basteltipps mit Materialien, die in jedem Haushalt zu finden sind. Weitere kindgerechte Seiten lassen sich mit der Kinder-Suchmaschine Blinde Kuh finden.

 

Genieße die Zeit zu Hause. 

Auch in deinen eigenen vier Wänden, kannst du es dir gut gehen lassen. Koche oder bestelle dein Lieblingsessen, mache einen Home-Spa-Day oder kuschel mit deiner/ deinem Partner*in auf der Couch und entspannt gemeinsam bei einem tollen Film. Soziale Bindungen oder Berührungen bewirken die Ausschüttung des sogenannten “Kuschelhormons” Oxytocin. Neben einem gesteigerten Wohlbefinden reduziert es Stress und aktiviert unser Belohnungssystem im Körper.

 

Der Wocheneinkauf. 

Versuche deinen Wocheneinkauf nicht auf das Wochenende zu legen. Der Einkauf frisst meistens nicht nur sehr viel Zeit, das Gedränge durch die Regale und das Anstehen an der Kasse ist ebenfalls stressig und nervenaufreibend. Statt dessen, nehme dir lieber unter der Woche Zeit dafür. Um dir allerdings auch hier den Stress zu ersparen: gehe außerhalb der Stoßzeiten einkaufen. Empfohlen wird z.B. zwischen 9-11 Uhr oder 14-16 Uhr. Nur 33% der Deutschen gehen außerdem Dienstags einkaufen, der perfekte Tag also für deinen Großeinkauf.

 

Abschalten für’s Abschalten. 

Schalte dein Smartphone, Tablet oder Laptop aus, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist. Du wirst schnell merken, wie entspannend es ist, nicht ständig auf die Bildschirme zu schauen, E-Mails zu kontrollieren, deinen Feed zu checken, oder Nachrichten zu beantworten. Lies stattdessen lieber ein Buch. Keinen online Artikel. Ein richtiges Buch. Beschäftigst du dich nämlich online mit etwas, leidet deine Konzentration, das Verständnis, die Aufnahme und der Abruf aus deinem Gedächtnis darunter. Dr. Josie Billington stellte im Gegensatz dazu in ihrer Studie aus dem Jahr 2016 fest, dass uns Bücher im Allgemeinen helfen können, die kleinen Dinge im Leben zu genießen, und zufriedener mit uns selbst zu sein. Sie sind also tatsächlich Balsam für die Seele.

 

Entspannungsmethoden.

Zu guter Letzt möchte ich dir noch ein paar Entspannungstechniken mit auf den Weg geben, die beim abschalten helfen können. Du hast sicherlich schon von Meditation gehört. Allerdings umfasst dieser Begriff weitaus mehr, als den Yogi im Schneidersitz, den du sicherlich gerade im Kopf hast. Das Ziel der Meditation ist, deine Aufmerksamkeit für einen längeren Zeitraum auf einen bestimmten Gedanken oder eine Bewegung zu richten. Du lernst dadurch belastende Gedanken auszublenden und so richtig abzuschalten. Auch Mantras, wie z.B. das berühmte “Om” helfen dabei, deine innere Mitte zu finden.

Meditation und Yoga gehören zusammen, wie das Wasser und die Fische. Dabei hört sich Yoga vielleicht erst mal nach Sport an. Allerdings ist es auch eine der ältesten uns bekannten Entspannungstechniken. Neben Quigong, Tai Chi und autogenem Training möchte ich außerdem noch kurz auf die progressive Muskelentspannung eingehen. Bei dieser Technik werden nacheinander einzelne Muskelgruppen kurz angespannt und anschließend wieder entspannt. Die gezielte Lockerung der Muskeln verhilft zu mehr Gelassenheit, da angenommen wird, dass ein Zusammenhang zwischen innerer Anspannung und einer angespannten Muskulatur besteht. Am besten legst du dich flach auf den Rücken und spannst alle Muskeln von den Zehen bis zum Kopf nacheinander an. Den Entspannungseffekt sollte direkt im Anschluss zu spüren sein.

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Das Abschalten am Wochenende ist nicht so leicht, wie wir uns das vielleicht manchmal vorstellen. Mache dir deshalb immer wieder bewusst, dass du dir die Erholung verdient hast und auch einfach mal die Füße hochlegen darfst. Wenn du es schaffst abzuschalten, fühlst du dich nicht nur glücklicher und ausgeglichener, du wirst auch feststellen, dass du unter der Woche deutlich mehr Energie für Job, Familie und Freunde haben wirst!

 

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